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Jede Menge Daten von Bürgern vagabundieren durch das weltweite Internet. Darunter auch sensible Adressen, Telefonnummern und Kontonummern. Datenschützer fordern, mehr Licht ins Dunkel zu bringen.
Auch Südkurier-Redakteurin Gabriele Renz hat schon schlechte Erfahrungen gemacht:

“Zuerst war es „nur“ die staatliche Lotto-Toto GmbH, die mein Nein hartnäckig ignorierte. Nein, ich spiele nicht mehr. Nein, ich will auch nicht. Man möge meine Daten doch bitte löschen. Das war vor fast drei Jahren. Einmal für vier Wochen Lotto, einmal für mehrere Monate Süddeutsche Klassenlotterie. Nur zum Spaß, dachte ich damals. Der verging mir mit den Jahren. Denn die Anrufe nahmen zu. Ebenso das Maß der Genervtheit, wenn morgens um sieben oder abends um acht das Telefon klingelte und voller Bestimmtheit behauptet wurde: „Sie spielen bei uns ab September“ oder „Wir haben Sie für die Halbjahres-Gewinnchance registriert.“ Man wird hilflos. Ein Nein wird nicht akzeptiert. „Sie stehen aber hier drauf!“, heißt es dann pampig. (…)”
“Fast drei Jahre nach meinem Ausflug in die Welt des Glücksspiels und der Einzugsermächtigung war ich zur Ware geworden. So wie viele Millionen anderer Bundesbürger in Deutschland, die vielleicht zu arglos ihre Kontodaten weiter gaben, sich nun aber nicht mehr aus den Fängen dubioser Call-Center befreien können. Die Nutzung der persönlichen Daten zu untersagen, ist nahezu unmöglich. Wem auch, wenn die Datensätze offenkundig durch die Republik schwirren und mal von Wirtschaftskanzleien für Umfragen zur Steuerlast, mal von dubiosen Gewinnspiel-Anbietern genutzt werden?”"
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Kommentare (11)
am 04.09.2008
um 11:41 Uhr
Nicht nur SKL gibt Daten weiter. Wechselt mal von der Telekom zu einem Anderen Anbieter, schwup, hat der die komplette Bankverbindung.
Unterschrift? Fehlanzeige! Warum wird vom Gesetzgeber hier nicht auf die Persönliche Unterschrift bestanden. Ach ja, Pizza Bestellung per Telefon nict mehr möglich. Das ich nicht lache Herr Justizminister. Unterschrift bei Übergabe? Wenn ich eine Kontoverbindung habe brauch ich “nur” ein Telefonat nachweisen und schon kann abgebucht werden. Toll. Persönliche Unterschrift und gut ist.
am 10.09.2008
um 16:44 Uhr
Wort für Wort kann ich den Eingangsbeitrag unterschreiben. Mein Sohn geriet in die Fänge dieser Nervensägen. Er hatte auch vor Jahren mal Lotto gespielt und seit mindestens drei/vier Jahren nicht mehr.
Jede Woche erhalte ich mindestens 4 - 5 Anrufe auf dem Firmentelefon (die Nr. vermutlich aus dem Tel.-buch). Private Telefonnummern haben die nicht von ihm.
Sie wollen immer Herrn ….. sprechen, dann leiern sie jedesmal ihren Senf runter.
Wenn sie Luft holen, sagte ich bis vor wenigen Wochen: “sie mögen mich aus ihrem Verzeichnis nehmen, da ich kein Interesse hätte zu spielen”!
Die Herrschaften denken ich sei Herr ….., ich habe noch keinen Versuch gestartet, um sie von ihrem Irrtum abzubringen. Das wurde zwischen meinem Sohn und mir so besprochen.
Da meine Nerven mit der Zeit blank lagen, fragte ich jede/n der danach anrief: “gibt es bei euch keine HNO-Ärzte? Wenn doch, sollten sie mal einen konsultieren! 100 mal bat ich darum, sie sollten mich aus ihrer Liste streichen, anscheinend hört ihr alle miteinander schlecht”!
Am 5.9. erhielt ich den letzten Anruf von einer Frau, zu der sagte ich: “wissen sie was, ich werde jetzt sofort Anzeige erstatten, ihr Treiben ist strafbar”.
“Wen wollen sie denn anzeigen”? “Sie”! “Und wen genau”?
Als ich ihr mitteilte, dass mir ein Kollege von ihr seine Tel.-Nr. gab, damit ich zurückrufen kann weil ich gerade in Eile war, verstummte sie einen Moment und legte dann auf.
Bis heute hatte ich keinen weiteren Anruf mehr, ich hoffe die Angelegenheit hat sich damit erledigt.
am 21.09.2008
um 1:33 Uhr
nach mindestens 3 Jahren übelster telefonischer Belästigungen von Werbeanrufern nehme ich inzwischen den Hörer ab und sage:
“Es ist bitteschön 4:33 Uhr und Sie mussten mich aus dem Schlaf reißen, weil sie sich den falschen Job ausgesucht haben.
Sie haben Ihre Rufkennung unterdrückt, was bei Ihrem Job seit einigen Monaten gesetzlich unter Strafe steht.
Entweder Sie streichen mich komplett aus Ihrer Liste und setzten meine Mail-Adresse automatisch auf die “Robinson-Liste” oder ich werde eine Anzeige gegen Sie wegen unlauterer Telefonwerbung veranlassen!”
Und Ruhe is
am 01.11.2008
um 16:10 Uhr
Ich bitte den Werbeanrufer um etwas Geduld und lege das Telefon irgend wo ab. Manche kapieren es nach 30 Sekunden, aber es gab wohl auch schon welche, die 5 Minuten gewartet haben.
Alternativ warte ich, bis sie mit dem Redeschwall beginnen und lege das Telefon dann ab. Interessanter Weise haben manche ewig weiter geredet, bis sie gemerkt haben, dass ich schon längst nicht mehr zuhörte.
Ich habe jetzt schon über ein halbes Jahr keinen Werbeanruf bekommen. Offenbar kommt man schneller von der Liste, wenn man den Werbeanrufern Zeit stiehlt…
am 14.11.2008
um 11:10 Uhr
Wenn ich gerade Zeit habe höre ich mir den ganzen Unsinn an und frage möglichst dumm nach immer mehr Informationen um Zeit verstreichen zu lassen. Bevor ich dann zum Abschluß eines wie auch immer gearteten Vertrages gedrängt werde, erkläre ich den Leuten, daß ich sie durch den langen Sermon bei mir davon abgehalten habe andere Menschen zu belästigen. Funktioniert eigentlich fast immer. Anrufe gehen gegen null.
Bei Werbepost gibts übrigens auch einen witzigen Trick: die gesamte Werbebotschaft in den beiliegenden Freiumschlag stopfen und an den Absender zurückschicken. Es ist schon erstaunlich, wie wenig Werbung ich inzwischen nur noch bekomme. Probierts mal aus - kostet nur ein Grinsen und den Gang zum nächsten Postkasten!
@ Realist - habe ich auch schon gemacht, bringt einen Riesenspaß!!!
Leute seht das Positive darin und nehmt die Sache als lustige Abwechslung zum grauen Alltag. Laßt euch witzige Sachen einfallen - irgendwann geben die auf!
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Werbeanrufe sind für mich das Allerletzte, vor allem weil ich viel von zu Hause am PC arbeite. Erst neulich wurde ich von einem Telefonist der Citibank genötigt doch endlich mal meine Lebensgefährtin ans Telefon zu holen, es wäre etwas streng vertrauliches - dabei ist keiner von uns dort Kunde. Es wurde ein sehr kurzes Telefonat, nichtsdestotrotz ärgerlich!
—— Kaff-Konstanz.blogspot.com ——
Auch ich habe vor 14 Monaten meine Freundin verlohren, doch Sie hat zuvor noch ein Gewinnspiel auf dem Bikerweekend abgeschlossen (Feb 2008). Trotzdem bekomme ich noch immer Anrufe zwecks abzocke! Wie komme ich endlich da raus, ohne meine Telefonnummer zu ändern???

am 04.09.2008
um 10:27 Uhr
Wort für Wort kann ich den Bericht in der Zeitung bestätigen. Obwohl ich vor über einem Jahr rechtzeitig und schriftlich alles gekündigt habe, werde ich immer wieder belästigt. Auch ich bekam den Scheck und wurde beschimpft.
Sogar nachts um 2,08 Uhr bekam ich schon einen Anruf!!!Ich bin nur noch genervt. Wenn mich jetzt jemand fragt “spreche ich mit Frau Elke Neuser” sage ich nur noch “Telefonwerbung ist strafbar” und lege gleich auf.
Aber ich wäre so froh, wenn das alles mal ein Ende hätte.
mfg
Elke Neuser